Erstmals seit 5 Jahren ist am Mittwoch, den 21.07.2010 wieder Atommüll in das Atomlager Ahaus eingelagert
worden. Wie die Bezirksregierung Münster gegenüber der Presse bekannt gab handelte
es sich um verstrahlten Bauschutt, alte Maschinenanlagen und Erdreich. Die GNS
verschweigt in ihrer Pressemitteilung die Herkunft, auf dpa Anfrage teilte
eine Sprecherin der Bezirksregierung mit, der strahlende Müll käme aus Jülich.
Nach dem großartigen und konstruktiven Treffen am 21. Juli (siehe hier), laden wir ein zweites Mal zu einem offenen Treffen ein. Am Dienstag, den 28. Juli, treffen wir uns um 18 Uhr im DGB-CampusOffice auf der AStA-Ebene, um gemeinsam mit Euch über die folgenden Themen zu sprechen:
Mittwoch, 15. Juli, 18 Uhr – AStA-Ebene
Am kommenden Mittwoch tritt das neu gewählte Studierendenparlament zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Die Sitzung ist natürlich öffentlich! Unsere Arbeit im StuPa könnt ihr ab sofort hier beobachten. Wir freuen uns natürlich über eure Anregungen!
Kritische Universität Wuppertal – Ringvorlesung
Beiträge zu Wissenschafts- und Gesellschaftskritik
Grundbausteine einer Wende in der Wirtschafts- und Sozialpolitik
Dipl. Ing. Claudia Temps (Wirtschaftsforscherin)
Die Verringerung der Arbeitslosigkeit ist ein zentrales Ziel der Wirtschaftspolitik in Deutschland. Die in den letzten Jahren vollzogenen Reformen – Stichwort Hartz I-IV – haben jedoch entgegen der weit verbreiteten Annahme hierzu kaum einen Beitrag geleistet, sondern im Gegenteil die langfristigen Voraussetzungen für Vollbeschäftigung weiter verschlechtert. Der Vortrag zeichnet den aktuellen Stand der Verhältnisse am Arbeitsmarkt nach, skizziert die relevanten volkswirtschaftlichen Einflussfaktoren auf das Beschäftigungsniveau und diskutiert die Aktualität von Vollbeschäftigung als wirtschafts- und sozialpolitischem Leitbild.
Kritische Universität Wuppertal – Ringvorlesung
Beiträge zu Wissenschafts- und Gesellschaftskritik
Making History. Kritische Geschichtswissenschaft und politische Intervention
Stephan Stracke, M.A. (Historiker, Wuppertal)
Seit 2002 engagieren sich im temporären Arbeitskreis Angreifbare Traditionspflege HistorikerInnen, die gleichzeitig politische AktivistInnen sind. Ein Überraschungsbesuch bei den Gebirgsjägerkameraden sorgte nicht nur für eine handfeste Schlägerei mit Kriegsverbrechern im Bierkeller in Mittenwald, sondern auch für eine phantasievolle und bissige politische Kampagne gegen bayrische Kriegsverbrecher, Ministerpräsidenten und Bürgermeister, die bis heute anhält. Am Beispiel der “Kampagne Mittenwald” gegen die Traditionspflege der Gebirgsjäger werden die Möglichkeiten der Verbindung von Wissenschaft und politischer Aktion diskutiert. Außerdem werden Beispiele von lokaler Geschichtsarbeit gegen das Vergessen wie die Kampagne gegen den „Eduard von der Heydt-Kulturpreis“ dargestellt.
Kritische Universität Wuppertal – Ringvorlesung
Beiträge zu Wissenschafts- und Gesellschaftskritik
Wirtschaft und Gesellschaft – Grundbegriffe kritischer Wirtschaftstheorie
Prof. Dr. Heinz-J. Bontrup (FH Gelsenkirchen)
Nach drei Jahrzehnten neoliberaler Wirtschaftspolitik, die einhergeht mit Massenarbeitslosigkeit und Umverteilung von unten nach oben, ist eine grundlegend andere Wirtschaftspolitik überfällig. Dass dies möglich ist, analysiert und beschreibt die seit 1975 bestehende Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik in ihren jährlichen Memoranden. In der Veranstaltung wird die Arbeitsgruppe kurz vorgestellt und es werden sowohl die theoretischen Grundlagen als auch die Alternativen einer Wirtschaftspolitik zum heute vorliegenden neoliberalen Mainstream entworfen.
14 Uhr – Platz der Rebublik, Wuppertal
anschließend Straßenfest auf dem Schusterplatz
Kein Staat wird uns gerecht!
| 24/01/2008 |
| 4:00 pm | bis | 6:00 pm |
Veranstaltungshinweis
Kritische Wissenschaft im neoliberalen Kapitalismus
Referent: Alex Demirovic, Prof. Dr. (Technische Universität Berlin; BdWi)
Text: Was ist Wissenschaft, wofür ist sie da? Wissenschaft ist nicht, so zeigt die historische Erfahrung, als solche schon kritisch. Wissenschaften können dazu beitragen, die herrschenden gesellschaftlichen Zustände zu unterstützen, in besonderen Phasen tragen sie sogar dazu bei, das Unrecht in besonders intensiver Weise zu fördern. In den vergangenen Jahren lässt sich beobachten, dass die kritischen Aspekte der Wissenschaften weiter eingeschränkt werden. Dies findet auf verschiedene Weise statt: kritische wissenschaftliche Arbeit wird behindert durch Zeitmangel, durch Geldnot, dadurch, dass junge WissenschaftlerInnen für kritische Fragen keine finanzielle Unterstützung oder keine Stellen finden, auf der Ebene der HochschullehrerInnenschaft wird von vielen Seiten verhindert, dass kritische Ansätze wie selbstverständlich ihren Platz an den Hochschulen finden, die angeblich pluralistisch sein sollen. Diese Phänomene sollen im Vortrag ausführlicher dargelegt, die jüngeren Entwicklungen erklärt und in den Zusammenhang der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklung gestellt werden.
| 21/01/2008 |
| 4:00 pm | bis | 6:00 pm |
Veranstaltungshinweis
Ist Literatur- und Kulturwissenschaft zu einem Luxus der Eliten geworden?
Referentin: Ursula Link-Heer, Prof. Dr. (Universität Wuppertal)
Text: Manchmal schreibt ein Journalist Klartext:
„Der Elite-Wettbewerb hat die Hochschullandschaft umgekrempelt. Er hat Schluss gemacht mit der Idee, dass die Unis zwischen Kiel und München alle ziemlich gleich seien. Die Hochschulen werden sich nach US-Vorbild auffächern in wenige Spitzenunis, eine gutes Mittelfeld und viele Ausbildungsanstalten für die Masse.“ (Ch. Onkelbach in der WAZ, 20. 10. 2007)
„Ausbildungsanstalten für die Massen“. Klingt richtig attraktiv. Aus-Bildung, offensichtlich im Sinne von Aus mit der Bildung, EX. Anstalten, statt Universitäten. Und das alles vorzugsweise für die Lehrerausbildung.
Mein Vortrag will einige Faszinationen von Literatur-und Kulturwissenschaft illustrieren. Diese finden jenseits der Anstalten statt, weil sie nicht kommandobürokratisch als Dienstleistung verabreicht werden können und sich der Verpunktung am Phantasma (à la CPs, demnächst auch noch TPs, Teaching Points) entziehen.
Ist der Prozess, dass „die Masse“ mit zwei kleinen „Ganzschriften“ und noch ein paar kulturellen Häppchen abgespeist wird, wirklich wünschenswert? Ist er unumkehrbar?
| 17/01/2008 |
| 4:00 pm | bis | 6:00 pm |
Veranstaltungshinweis
Demokratie und ziviler Ungehorsam bei Hanna Arendt
Referentin: Julia Maria Mönig (Universität Wuppertal; GEW; LiRa)
Ort: Mathematik- und Bibliotheks-Cafeteria (Gebäude BZ, Ebene 10)
Wir haben die besseren Argumente. Die Ringvorlesung zum Gebührenboykott.
| 14/01/2008 |
| 4:00 pm | bis | 6:00 pm |
Veranstaltungshinweis
Studienhonorar statt Studiengebühren?
Referent: Wolfgang Nitsch, Prof. Dr. (Universität Oldenburg, Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler)
Ort: Mathematik- und Bibliotheks-Cafeteria (Gebäude BZ, Ebene 10)
Wir haben die besseren Argumente. Die Ringvorlesung zum Gebührenboykott.
| 10/01/2008 |
| 4:00 pm | bis | 6:00 pm |
Veranstaltungshinweis
Vom Grundrecht auf Bildung zur Bildung als Ware
Referent: Hans-Georg Müller (Personalrat der Universität Wuppertal; ver.di)
Text: Aus dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland lassen sich fundamentale Bildungsgrundrechte ableiten. Zu ihnen gehört u.a. das Grundrecht auf den Zugang zu Bildungsinstitutionen und das Grundrecht auf Mitbestimmung innerhalb von partizipatorisch organisierten Bildungsinstitutionen. Mit der neoliberalen Wende in der Bildungspolitik nach 1989 werden diese verfassungsrechtlichen Grundlagen des Bildungswesens ersetzt durch marktwirtschaftliche Prinzipien. Bildung wird zur Ware, Studierende zu Kunden und die Hochschulen werden zu Unternehmen umgebaut.
| 07/01/2008 |
| 4:00 pm | bis | 6:00 pm |
Veranstaltungshinweis
Der Bertelsmannkonzern und die Bildungspolitik: die Hochschule à la CHE.
Referent: Steffen Roski (Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler)
Veranstaltungshinweis
Passend zum Studiengebührenboykott organisieren der AStA und die Studierendengruppe Wuppertal der GEW unter dem Titel “Wir haben die besseren Argumente. Die Ringvorelsung zum Gebührenboykott.” eine Veranstaltungsreihe, die Themen der Bildungspolitik allgemein und mit Bezug zu Studiengebühren aufgreifen. Den Einstieg in die Reihe macht Torsten Bultmann (Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler) mit einem Referat zur Exzellenzinitiative der Bundesregierung: “Exzellenswettbewerb – Warum Wuppertal nie eine Chance bekommen wird“.
Anschauen, informieren, mitmachen – am 13. Dezember ab 18 Uhr in der Cafeteria (Mensagebäude, Ebene 03). Inhaltlich wird es dieses Mal um Demokratie und zivilen Ungehorsam gehen (z.B. Studiengebührenboykott).
Das Plenum ist das Koordinierungs- und Austauschgremium des AStA. Hier werden zum Beispiel die Projekte des AStA besprochen, aktuelle Informationen im Bereich Hochschulpolitik ausgetauscht und es können Anträge gestellt werden. Die Sitzungen finden öffentlich statt. Ort: AStA-Ebene
Wir diskutieren einen Text von Alex Demirovic:
Kritische Gesellschaftstheorie und Gesellschaft
erschienen in ‘Modelle kritischer Gesellschaftstheorie’, 2003 Metzler Verlag. Das Buch findet Ihr auch in der Bibliothek (42 NZJ2066). Wir wollen uns dem ersten Teil des Textes widmen: ‘Kritik’. Es gibt keine Teilnahmevoraussetzungen und um das Textverständnis bemühen wir uns in der Diskussion; Ihr braucht also keine Hemmungen zu haben, daß Ihr nicht “mithalten” könntet, denn darum geht es bei dem Treffen nicht. Notiert Euch aber bitte Fragen zum Text(-verständnis), wenn Ihr welche habt.
Wenn Ihr nicht zum Lesen kommt und nur zuhören möchtet, geht das auch in Ordnung.
| 07/11/2007 |
| 1:00 pm | bis | 4:00 pm |
Gebührenboykott in Wuppertal?
www.boykott-wuppertal.de