Nach einem Auszählungsmarathon von etwa 5 Stunden wurden am Freitag Abend gegen 21:30 Uhr die Ergebnisse der diesjährigen Wahl zum Studierendenparlament veröffentlicht. Demnach verteilen sich die 21 zu vergebenden Sitze in der kommenden Legislaturperiode auf die Listen wie folgt (zum Vergleich in Klammern die Zahlen vom Vorjahr):
- Liste 01: Veritas – Studenten für Studenten 6 (8)
- Liste 02: LiRa Wuppertal – links & radikaldemokratisch 3 (4)
- Liste 03: Bündnis für freie Bildung 1 (3)
- Liste 04: Wir können nach den Sternen greifen 2 (2)
- Liste 05: RCDS 1 (2)
- Liste 06: Die Unabhängigen 1 (1)
Nach den ersten drei Tagen der Wahl liegt – laut einem Beitrag auf engelszunge.info – die Wahlbeteiligung bei 1119 abgegebenen Stimmen; was knapp 9 % der etwa 12.500 Studierende der Uni Wuppertal entspricht.
Wir meinen, da ist noch mehr drin, und rufen alle, die bisher noch nicht gewählt haben, auf, die letzten beiden Tage der Wahl – Donnersag und Freitag – zu nutzen und wählen zu gehen!
10 Monate Amtstätigkeit und die bevorstehenden Wahlen zum Studierendenparlament (StuPa)(1) bieten eine gute Gelegenheit, die sich nun dem Ende entgegen arbeitende Legislaturperiode des amtierenden StuPa Revue passieren zu lassen.
Wahlergebnis 2006
Anfang Juli 2006 wird das StuPa neu gewählt und löst die alte Konstellation ab: Von den insgesamt 21 Mandaten erhält die Liste Veritas 8, LiRa Wuppertal 4, das Bündnis für freie Bildung 3, die Listen Wir können nach den Sternen greifen und RCDS jeweils 2, sowie die Listen Seehundzwang und Die Unabhängigen jeweils ein Mandat. Mit einer knappen Mehrheit von 11 zu 10 Sitzen scheint damit das Ziel der mitte- und links-eingestellten Listen, einen Rechts-AStA aus RCDS und Veritas zu verhindern, erreicht. Mit Zuversicht für Möglichkeiten linker Studierendenpolitik bildet sich im folgenden eine Koalition aus LiRa, dem Bündnis, den „Sternengreifern“ und dem Vertreter der Unabhängigen, die mit Unterstützung der Liste Seehundzwang den nun neu zu wählenden Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA)(2) stellen wollen.
Vom 11. bis 15. Juni finden die diesjährigen Wahlen zum Studierendenparlament statt. Mit 14 Listen und 72 KandidatInnen ist die Resonanz an Wahlvorschlägen so hoch wie lange nicht mehr. Dabei ist LiRa mit 17 Kandidatinnen und Kandidaten die personenstärkste Liste, die zur Wahl antritt. Unser Wahlprogramm findet ihr unter der Rubrik Hochschulgruppe und als pdf-Dokument hier.
Wer sich außer uns noch zur Wahl stellt, könnt ihr in der Wahlzeitung nachlesen, die seit dem 25. Mai überall in der Universität ausliegt / ausliegen sollte.
Ein Sandkorn im Wind?
Leidest du auch daran, nur ein Sandkorn im Wind zu sein und dich dahin tragen lassen zu müssen, wohin du geweht wirst? Weil du als Einzelne/r nichts ändern kannst; und die anderen – „die da oben“ – sowieso machen, was sie wollen? Weil es scheinbar keine Alternative gibt?
Denkst du, dass es großer Mist ist, wenn du nicht mitreden und entscheiden kannst über Dinge, die dein Leben beeinflussen? Oder hast du bereits vollends resigniert?
Der erste Schritt, herauszufinden, ob du wirklich ohnmächtig alternativlosen Verhältnissen gegenüber stehst, wäre, es mit Engagement zu versuchen. Möglichkeiten dafür gibt es viele. Und was ist reizvoller, als die Rahmenbedingungen für das eigene Leben mitzugestalten?