An der Bergischen Uni stehen wieder Wahlen an: Zwischen dem 08.12. und dem 10.12. können die Mitglieder des Senats (insg. 22, davon 4 studentische VertreterInnen) und der Fachbereichsräte A-G (je 15 Mitglieder, davon 3 studentische VertreterInnen) gewählt werden. Beiden Gremien kommt ein großes Gewicht innerhalb der Hochschule zu. Auch wenn der relativ geringe Anteil der Studierenden zu Recht kritisiert wird, ist es dennoch wichtig, durch eine hohe studentische Wahlbeteiligung den Wunsch auf Mitbestimmung auszudrücken und auf die Zusammensetzung der Gremien Einfluss zu nehmen. Fragwürdig ist allerdings, dass die Stimmabgabe im Senatssaal (P.08) erfolgen soll, die die meisten Studierenden bisher höchstens vom HörenSagen kennen (wenn überhaupt). Vielleicht ist eine hohe Wahlbeteiligung aber auch nicht wirklich erwünscht. Die Wahlvorschläge müssen bis zum 16.11. 15Uhr beim Wahlbüro eingereicht werden. Die offizeille Wahlausschreibung (Amtliche Mitteilung 48/09) findet ihr hier.
Liebe BildungsstreikerInnen,
„wir machen weiter – für einen heissen Herbst“ lautet der aktuelle Slogan des bundesweiten Bildungsstreiks.
Erinnert ihr euch noch an unsere gemeinsame Bildungsstreikwoche? 15. – 19. Juni 2009 – die Uni Wuppertal steht Kopf und warum? Aktive, interessierte, tolle und vor allem kritische Menschen aus der Hochschule, den Schulen, ganz Wuppertal und Umgebung fordern eine Veränderung in der Bildungspolitik und bestreiken die unzumutbaren Lern- und Lehrbedingungen in Wuppertal.
Die Forderungen wurden in der Woche ausführlich bearbeitet und die Liste der Dinge, die zu tun sind, lang und länger. Am Ende haben wir die Forderungen dem Rektor überreicht, mit der Aufforderung dem Wunsch der Studierendenschaft nachzukommen und endlich für Bedingungen zu sorgen, mit denen Lernen und auch Lehren wieder Spaß und Sinn macht.
Die Streikwoche ist absolviert, die StuPa-Wahl ist vorbei, das Semester nähert sich dem Ende. lira hat einen Sitz im Studierendenparlament gewonnen und wird sich eventuell am kommenden AStA beteiligen. Trotzdem – oder gerade deshalb – legen wir Wert darauf, nicht bloß als Grüppchen angesehen zu werden, das sich zu jeder StuPa-Wahl einmal zusammenfindet, Posten in den studentischen Gremien aushandelt und dann wieder in der Versenkung verschwindet. Wir sind, was wir sein wollen: eine Gemeinschaft linker Studentinnen und Studenten, die sich inner- und außerparlamentarisch politisch an der Hochschule betätigen.
Um die Streikwoche revue passieren zu lassen und dem Bildungsstreik einen würdigen Abschluss für dieses Semester zu geben (und den Auftakt für das nächste Semester zu planen), laden die aktiven StreikerInnen Euch zu einer Info-Veranstaltung unter dem Motto “Der Streik ist nicht vorbei!” ein. Gemeinsam mit Euch wollen wir den Bildungsstreik reflektieren, an der Umsetzung der Streikforderungen arbeiten und einen Ausblick auf die Zukunft gestalten.
Geplant sind folgende Themen:
Kommt alle am Dienstag, den 26. Mai, um 10 Uhr in Hörsaal 14!! Klickt auf das Banner für mehr Infos.
UPDATE: Da das Banner anscheinend nicht überall wie geplant dargestellt wird, hier noch mal der Link zum Wuppertaler Bildungsstreik: http://bildungsstreikwuppertal.wordpress.com/
Am heutigen 2. Dezember findet ab 20 Uhr ein Konzert des jamaikanischen Reggae-Musikers Capleton im Wuppertaler U-Club statt. Capleton hat in der Vergangenheit mehrere Lieder veröffentlicht, in denen er zum Mord an Lesben und Schwulen aufgerufen hat. Homosexualität ist in Jamaika nicht nur strafbar, sondern tätliche Übergriffe auf Homosexuelle, die bis hin zu Mord und Folter gehen, sind keine Seltenheit. Mit seinen Texten fördert Capleton solche Übergriffe. Auch bei dem bevorstehenden Auftritt muss mit Mordaufrufen gerechnet werden. Der Staatsschutz Wuppertal wurde bereits vom Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) informiert. Um ein Zeichen gegen Mord, Hass & Gewalt zu setzen, plant die BJ Wuppertal als LesBiSchwule Jugendgruppe zusammen mit den Jusos, der grünen Jugend und den jungen Liberalen ab 19:30 Uhr eine Demonstration vor dem U-Club. Dabei wollen wir alle Konzertbesucher darauf aufmerksam machen, welches Gedankengut durch den Konzertbesuch unterstützt wird.
Am Mittwoch, den 12. November 2008, finden in vielen Städten Demonstrationen gegen die bundesdeutsche Schulpolitik statt. Auch in mindestens acht Städten NRWs werden SchülerInnen den Unterricht Unterricht sein lassen und auf die Zustände in deutschen Bildungseinrichtungen aufmerksam machen. Unter dem Motto “Wir wollen keine Lernfabriken” fordern die Streikenden unter anderem eine allumfassende Lehrmittelfreiheit und die Abschaffung jeglicher Gebühren von der frühkindlichen Erziehung bis zur Hochschul- und Erwachsenenbildung. Ebenso gefordert werden die Rücknahme des 12-jährigen Abiturs (“G8″) und der in einigen Bundesländern eingeführten Saktionierungsmaßnahmen für ungehorsames Verhalten (“Kopfnoten”). Mit dem Satz “Nein zu Elitebildung und sozialer Ausgrenzung” verlangen die SchülerInnen die Aufhebung des dreigliedrigen Schulsystems und demokratische Strukturen in den Schulen.
Update: Vortrag und anschließende Diskussion sind jetzt als Podcast auf der Seite der attac-Gruppe Wuppertal verfügbar.
Unter diesem Titel lädt attac Wuppertal zu einem Vortragsabend am 20. November in der Alten Feuerwache ein. Referent ist Christoph Butterwegge, Politologe an der Universität Köln und bekannter Kritiker marktradikaler Wirtschaftspolitik und Bildungsökonomisierung. Hier der Ankündigungstext von attac Wuppertal:
Donnerstag, 20. 11. 2008, um 19.30 Uhr
Unsere neoliberale Ökonomie – Abschied vom Sozialstaat?
Achtung! Diese Veranstaltung findet nicht in der Börse statt!
Ort : Alte Feuerwache, Gathe 6,„Gathedrale“ (1.Stock links)