Erstmals seit 5 Jahren ist am Mittwoch, den 21.07.2010 wieder Atommüll in das Atomlager Ahaus eingelagert
worden. Wie die Bezirksregierung Münster gegenüber der Presse bekannt gab handelte
es sich um verstrahlten Bauschutt, alte Maschinenanlagen und Erdreich. Die GNS
verschweigt in ihrer Pressemitteilung die Herkunft, auf dpa Anfrage teilte
eine Sprecherin der Bezirksregierung mit, der strahlende Müll käme aus Jülich.
Heute, am 22.Juli wird weltweit auf die Probleme aufmerksam gemacht, die durch multinationale Konzerne hervorgerufen werden. Auch hier in Wuppertal gibt es wie in den Jahren zuvor einen Aktionstag.
Am 22.Juli: Infostand zum Aktionstag vor den CityArcarden Wuppertal ab 17 Uhr
Der Film “The CocaCola Case” wird am 24.7.10 gezeigt, siehe unten!
Es gibt viele Punkte, die in diesem Zusammenhang angeprangert werden können und sollten. Aktuell laufen ca. 9 Mio. Liter Rohöl täglich in den Golf von Mexiko, eine Existenzbedrohung für Anwohner und die Tier- und Pflanzenwelt. Nestlé wird kritisiert wegen der Verwendung von Palmöl, das durch die Abholzung von Regenwald in Indonesien und die damit verbundene akute Gefährdung von Orang Utans gewonnen wird. Finanzinstitute spekulieren gegen Währungen und produzieren Krisen, die von den kleinen Leuten bezahlt werden sollen. Dies sind nur einige aktuelle Beispiele.
Am 03. Juli findet in Duisburg-Wanheim die nächste Landeskonferenz gegen Atomanlagen statt. Eingeladen sind alle Anti-Atomkraft-Initiativen, Umweltverbände, Friedensgruppen, “EinzelkämpferInnen” und Aktive aus weiteren sozialen Kämpfen, die sich gemeinsam für den sofortigen Atomausstieg in NRW (und anderswo) engagieren möchten. Seit der Kölner NRW-Herbstkonferenz hat sich viel ereignet: Die Genehmigungen für weitere Atommüll-transporte nach Ahaus liegen vor, am 24.4.10 haben rund 7000 Leute in Ahaus demonstriert, ständig rollen Urantransporte von und nach Gronau, die Urananreicherungsanlage im benachbarten Almelo soll massiv ausgebaut werden. Informieren und anmleden könnt ihr euch u.a. mit einer Mail an: info@kein-castor-nach-ahaus.de

Trotz eines gesetzlichen Anbauverbotes von gentechnisch veränderten Mais wächst dieser auf bis zu 3000 Hektar Fläche in 5 Bundesländern (darunter auch NRW) derzeit fröhlich vor sich her. Auf diesen Saatgutskandal machte Greenpeace am Wochenende aufmerksam. Demzufolge ist das Maissaatgut der niedersächsischen Firma Pioneer Hi-Bred bis 0,1% verunreinigt (bereits diese kleine Menge kann bis zu 100 Pflanzen pro Hektar betreffen). Offenbar wusste das niedersächsische Landwirtschafts-ministerium frühzeitig von diesem Befund, hat aber die Auslieferung und Saat nicht verhindert und behindert nun zudem die Aufklärung. Mit der Ausbreitung von genmanipuliertem Saatgut wird es Verbraucher_innen zunehemend schwer gemacht, selbst zu entscheiden. Vielleicht enthält demnächst auch unser Mensaessen gentechnisch verunreinigte Grundprodukte. Dagegen sollten wir uns gemeinsam zur Wehr setzen! Mehr Infos gibts u.a. hier.
*UPDATE – 08.06.2010*
Bezirksregierung Münster: Kein Atommülltransport nach Ahaus im Juni !!
Das beharrliche Nachhaken der Anti-Atom-Inis hat sich gelohnt, denn die vielen Medienberichte haben nun endlich klarere Aussagen seitens der Genehmigungsbehörden sowie der Atommüllfirma GNS gebracht:
Laut Bezirksregierung Münster (Meldung der Nachrichtenagentur ddp) wird es im Juni noch keinen Atommülltransport nach Ahaus geben. Bisher sei kein Transport gemeldet worden und zwischen Meldung und Transport müssten mindestens drei Wochen liegen. Diese Info ist völlig neu und verschafft uns eine weitere Atempause, um den Widerstand weiter voranzutreiben.

24. April Demo zum Atommülllager Ahaus
Auftaktkundgebung: 12.30 Uhr, Bahnhof Ahaus
Am 26. April 1986 kam es im ukrainischen Tschernobyl zum SuperGAU. Noch heute leiden Millionen Menschen unter den Folgen! Doch in Deutschland fordern die Atomkonzerne zusammen mit Schwarz-Gelb Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke. EON (Düsseldorf) und RWE (Essen) wollen im Ausland neue Atomkraftwerke und in NRW klimaschädliche Kohlekraftwerke bauen. Sie blockieren damit den dringend notwendigen Umstieg auf Erneuerbare Energien – mit Unterstützung der NRW-Landesregierung.
Deshalb rufen wir für den 24. April in Ahaus zu einer starken Atomausstiegs- und Energiewende-Demo für NRW auf. Gleichzeitig finden in Biblis, Krümmel und Brunsbüttel Großdemos und eine Menschenkette statt.

Zwischen 250-300 Leute demonstrierten am Sonntag (20. Dezember) bei Schneegestöber und Eiseskälte am Zwischenlager Ahaus. Obwohl viele Straßen und Autobahnen durch das Schneechaos dicht waren, kamen ein Bus aus Bonn/Köln, Aktivist_Innen aus dem Wendland, aus den Niederlanden, von contratom, vom Schacht Konrad und der Morsleben-Kampagne sowie aus Jülich und dem Rheinland. Die Stimmung auf der Demo war gut und es wurde ein kleines Jubiläum gefeiert: Vor genau 15 Jahren wurde 1994 der sogenannte „Sonntagsspaziergang“ am Zwischenlager Ahaus ins Leben gerufen. Seither wird an jedem dritten Sonntag im Monat für den Atomausstieg demonstriert – damit ist der Sonntagsspaziergang zum Rückgrat des Anti-Atom-Protests in Ahaus und im Münsterland geworden. Viele kämpferische Reden zeugten davon, dass die Anti-Atom-Bewegung im Aufschwung ist. Aus Bonn, Lüneburg, Gorleben, Morsleben, Biblis, Frankreich und sogar aus Finnland kamen solidarische Grüße und Aufrufe zu einem widerstandsreichen 2010.
Nach diversen Presseberichten der letzten Tage gehen die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus” und die Münsterländer Anti-Atomkraft-Initiativen davon aus, dass aus den Atommüll-Konditionierungsanlagen Duisburg-Wanheim und Karlsruhe Atommüll nach Ahaus rollen soll. Beide Atomanlagen werden von der GNS (Gesellschaft für Nuklear-Service) betrieben, die auch das Brennelement-Zwischenlager Ahaus federführend betreibt. In einem Interview nannte GNS-Sprecher Michael Köbl „Anfang 2010″ als wahrscheinlichen Termin für den ersten Atommülltransport. Aus Duisburg werde dabei „ziemlich sicher” Atommüll nach Ahaus rollen. Die GNS ist eine Tochterfirma der vier großen Energiekonzerne EON, RWE, EnBW und Vattenfall.
Action Day Ahaus 15.11.09 Demo gegen Castor
Abgebrannte Brennelemente aus dem Forschungszentrum Jülich sollen im Brennelement-Zwischenlager Ahaus (BZA) eingelagert werden. ´Wir haben einen entsprechenden Antrag beim Bundesamt für Strahlenschutz gestellt´, erklärte am Dienstag BZA-Pressesprecher Burghard Rosen. Es verdichten sich die Hinweise dafür, dass der Castor-Transport bald rollen könnte!
Die Castor-Transporte könnte Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres per Schiene geschehen.
Landes- und Bundesregierung wollen 152 Castoren aus dem stillgelegten Forschungsreaktor Jülich nach Ahaus bringen. Dazu wurde jetzt ein Genehmigungsantrag beim BfS gestellt. Besonders pikant: Der Jülicher Reaktor gehört zu 90% dem Bund und zu 10% dem Land NRW, das Zwischenlager Ahaus gehört zu 45% der staatlichen Evonik und die Genehmigungsbehörden sind natürlich auch staatlich – also genehmigen sich Bund und Land selbst diese widersinnige und gefährliche Atommüllverschiebung. Dazu kommen noch die 2006 beantragten (und NOCH nicht genehmigten) ca. 150 Castoren aus La Hague sowie sperriger und hochverstrahlter Atommüll aus bisher ungenannten deutschen AKWs.
Am vergangenen Wochenende (17./18.10.) fand im Rahmen des deutschen Sozialforums in Hitzacker im Wendland die Herbstkonferenz der Anti-Atom-Bewegung unter dem Motto “Mal richtig loslegen!” statt. Zahlreiche Initiativen aus verschiedenen Regionen setzten damit ein Zeichen gegen den von schwarz-gelb geplanten Ausstieg aus dem Atom-Ausstieg und verabredeten viele Aktionen für die kommenden Monate. Hier findet ihr die Abschlusserklärung:
“Der Weiterbetrieb von Atomanlagen ist unverantwortlich. Der Betrieb von Atomkraftwerken als permante Gefahrenquelle als auch das nicht lösbare Problem einer dauerhaft sicheren Verwahrung der produzierten Abfälle lassen nur eine Fordung zu: Sofortige Stilllegung aller Atomanlagen!