Nach dem Jonas Herwig bereits wenige Tage nach seiner Wahl aus persönlichen Gründen als Mitglied des Asta-Vorsitzes 2009/10 zurückgetreten war, wählte das StuPa auf seiner 2. außerordentlichen Sitzung am 24.09. Maren Butz nach. Maren war für die Jusos bereits Mitglied des letzten Asta-Vorsitzes und wird nun zusammen mit Bastian Wefes (lira) die Vorsitzaufgaben im neuen Asta übernehmen. Dabei werden sich beide als gleichberechtigete Partner kooperativ in die Arbeit des Astas einbringen.
Auf seiner gestrigen vierstündigen Sitzung hat das StuPa den AStA 2009/10 gewählt – bestehend aus Jusos, lira und dem Bündnis für Innovation und Vernunft, toleriert von der Loewen-HSG. Den Vorsitz übernehmen Jonas Herwig (Jusos) und Bastian Wefes (lira), Finanzen macht Svenja Telgheider. lira schickt insgesamt acht Leute in den AStA; alle ReferentInnen können auf der AStA-Homepage eingesehen werden. Mehr zu lira im AStA folgt in den kommenden Tagen.
Für lira im AStA:

Auf der zweiten ordentlichen Sitzung am Donnerstag hat das Studierendenparlament den AStA für die Legislaturperiode 2008/09 gewählt. Die bisherige linke Koalition wird nicht fortgeführt; stattdessen bilden die Listen Veritas, A-Team, Jusos und Multikultur den neuen AStA. Somit gibt es in Wuppertal nach einer langen Zeit linker Mehrheiten um zweiten Mal nach der Zeit von Februar bis August 2007 einen AStA, der sich politisch eher rechts der Mitte verorten lässt.
Spannenderweise begann die Sitzung nicht mit der AStA-Wahl, sondern damit, dass Thomas Fiedler (Veritas) vom engelszunge.info-Team verlangte, dass die Sitzung nicht gefilmt wird, zumindest aber die Köpfe der Liste Veritas nicht im Film erscheinen.
Kritische Universität Wuppertal – Ringvorlesung
Beiträge zu Wissenschafts- und Gesellschaftskritik
Grundbausteine einer Wende in der Wirtschafts- und Sozialpolitik
Dipl. Ing. Claudia Temps (Wirtschaftsforscherin)
Die Verringerung der Arbeitslosigkeit ist ein zentrales Ziel der Wirtschaftspolitik in Deutschland. Die in den letzten Jahren vollzogenen Reformen – Stichwort Hartz I-IV – haben jedoch entgegen der weit verbreiteten Annahme hierzu kaum einen Beitrag geleistet, sondern im Gegenteil die langfristigen Voraussetzungen für Vollbeschäftigung weiter verschlechtert. Der Vortrag zeichnet den aktuellen Stand der Verhältnisse am Arbeitsmarkt nach, skizziert die relevanten volkswirtschaftlichen Einflussfaktoren auf das Beschäftigungsniveau und diskutiert die Aktualität von Vollbeschäftigung als wirtschafts- und sozialpolitischem Leitbild.
Kritische Universität Wuppertal – Ringvorlesung
Beiträge zu Wissenschafts- und Gesellschaftskritik
Making History. Kritische Geschichtswissenschaft und politische Intervention
Stephan Stracke, M.A. (Historiker, Wuppertal)
Seit 2002 engagieren sich im temporären Arbeitskreis Angreifbare Traditionspflege HistorikerInnen, die gleichzeitig politische AktivistInnen sind. Ein Überraschungsbesuch bei den Gebirgsjägerkameraden sorgte nicht nur für eine handfeste Schlägerei mit Kriegsverbrechern im Bierkeller in Mittenwald, sondern auch für eine phantasievolle und bissige politische Kampagne gegen bayrische Kriegsverbrecher, Ministerpräsidenten und Bürgermeister, die bis heute anhält. Am Beispiel der “Kampagne Mittenwald” gegen die Traditionspflege der Gebirgsjäger werden die Möglichkeiten der Verbindung von Wissenschaft und politischer Aktion diskutiert. Außerdem werden Beispiele von lokaler Geschichtsarbeit gegen das Vergessen wie die Kampagne gegen den „Eduard von der Heydt-Kulturpreis“ dargestellt.
Kritische Universität Wuppertal – Ringvorlesung
Beiträge zu Wissenschafts- und Gesellschaftskritik
Wirtschaft und Gesellschaft – Grundbegriffe kritischer Wirtschaftstheorie
Prof. Dr. Heinz-J. Bontrup (FH Gelsenkirchen)
Nach drei Jahrzehnten neoliberaler Wirtschaftspolitik, die einhergeht mit Massenarbeitslosigkeit und Umverteilung von unten nach oben, ist eine grundlegend andere Wirtschaftspolitik überfällig. Dass dies möglich ist, analysiert und beschreibt die seit 1975 bestehende Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik in ihren jährlichen Memoranden. In der Veranstaltung wird die Arbeitsgruppe kurz vorgestellt und es werden sowohl die theoretischen Grundlagen als auch die Alternativen einer Wirtschaftspolitik zum heute vorliegenden neoliberalen Mainstream entworfen.
Am 21. Mai startet die neue Ringvorlesung des AStA: Kritische Universität Wuppertal.
Die Idee:
Im Alltag moderner Kulturen ist Wissenschaft der Inbegriff von Seriösität und Objektivität. So gilt, was für die Forschungsarbeit vorausgesetzt wird, zum Beispiel auch für das Lernen und Lehren an Bildungseinrichtungen: durch alle Wissenschaftsbereiche hindurch ist die objektive, unvoreingenommene Sicht auf den Untersuchungsgegenstand Voraussetzung, um als wissenschaftliche Herangehensweise und damit von dem rational denkenden Menschen ernst genommen zu werden.
In der politischen Kontroverse bedient man sich der Erkenntnisse der Wissenschaft oft als neutrale Urteile, da diese jenseits des Verdachtes weltanschaulicher Ideologien stehen und damit den Wert nicht außer Kraft zu setzender Argumente haben. Ihre Gültigkeit als Naturgesetze oder objektive Wahrheiten stehen außer Zweifel – Wissenschaft ist der Hort des Unbeeinflußten.
Veranstaltungshinweis
Passend zum Studiengebührenboykott organisieren der AStA und die Studierendengruppe Wuppertal der GEW unter dem Titel “Wir haben die besseren Argumente. Die Ringvorelsung zum Gebührenboykott.” eine Veranstaltungsreihe, die Themen der Bildungspolitik allgemein und mit Bezug zu Studiengebühren aufgreifen. Den Einstieg in die Reihe macht Torsten Bultmann (Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler) mit einem Referat zur Exzellenzinitiative der Bundesregierung: “Exzellenswettbewerb – Warum Wuppertal nie eine Chance bekommen wird“.
Das Plenum ist das Koordinierungs- und Austauschgremium des AStA. Hier werden zum Beispiel die Projekte des AStA besprochen, aktuelle Informationen im Bereich Hochschulpolitik ausgetauscht und es können Anträge gestellt werden. Die Sitzungen finden öffentlich statt. Ort: AStA-Ebene
Im folgenden dokumentieren wir die Pressemitteilung des neuen AStA zu seiner Wahl im Rahmen der StuPa-Sitzung vom 15. August.
16. August 2007
Wuppertal. Auf seiner gestrigen Sitzung hat das Studierendenparlament (StuPa) der Bergischen Universität Wuppertal einen neuen Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA), das ausführende Organ der Studierendenschaft gewählt. Der Vorstand des AStA für die Legislaturperiode 2007/2008 setzt sich seit der Amtsübergabe am Donnerstag nunmehr aus Cendresa Sadiku, Lukas Paslawski und Marcel Krüger im Vorsitz sowie Svenja Telgheider als Finanzreferentin zusammen. „Mit der Wahl des neuen AStA wurden gestern die Anstrengungen der letzten beiden Monate entschieden gewürdigt und die Ziele der Koalition bestätigt“, so der neue Vorsitzende und Jungsozialist Lukas Paslawski.
Zwei Monate nach der Wahl zum Studierendenparlament (StuPa) hat das seit dem neu zusammengesetzte StuPa in seiner heutigen außerordentlichen Sitzung den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) für die Legislaturperiode 2007/08 gewählt. Eine Koalition der Listen LiRa Wuppertal, Juso-HSG, “Gemeinsam können wir nach den Sternen greifen”, Bündnis für Freie Bildung, Ei(n)zellkandidat und Liste 42 löst damit den alten AStA (Veritas, Die Unabhängigen und RCDS) ab. Der neue AStA im Überblick:
Vorsitz:
- Marcel Krüger (LiRa)
- Lukas Paslawski (Jusos)
- Cendresa Sadiku (Jusos)
Finanzen:
Politische Bildung:
- Cendresa Sadiku (Jusos)
- Bastian Wefes (LiRa)
Soziales:
Diesen Mittwoch konstituierte sich das im Juni neugewählte Studierendenparlament. Neben der Besetzung der verschiedenen Ausschüße des StuPa standen die Wahlen zum StuPa-Präsidium auf der Tagesordnung. Neuer StuPa-Präsident ist nun Meik Puppe (Ei(n)zellkandidat), 1. Stellvertreterin Maren Butz (Juso HSG). Beide wurden jeweils im 1. Wahlgang mit komfortabler Mehrheit gewählt.
Die Wahl des neuen AStA wurde auf den 20. August vertagt, da am Mittwoch keine KandidatInnen zur Verfügung standen.
Vergangene Woche Dienstag, den 26. Juni, wurden im Rahmen der Vollversammlung des autonomen Frauen- und Lesbenreferates die neuen Referentinnen desselben gewählt. Stimmberechtigt waren alle eingeschriebenen Studentinnen, anwesend leider nur sieben.
Aus 5 zur Wahl stehenden Kandidatinnen entschieden sich die Wählerinnen im ersten Wahlgang für Susanne Steglich und Claudia Theuerzeit, im zweiten Wahlgang für Désiré Lückemann. Die zwei Kandidatinnen, die nicht gewählt wurden, waren weder vor Ort noch hatten sie eine schriftliche Kandidatur eingereicht.
Informationen zum Referat sollten in der Regel auf den Seiten des AStA unter der Rubrik “Referate” zur Verfügung stehen.
Die Hochschulgruppe der linken und radikaldemokratischen StudentInnen, LiRa, erklärt angesichts der für die heutige Sitzung des StuPa anberaumten Neuwahlen folgendes:
Zum jetzigen Zeitpunkt und als Ausweg aus der derzeitigen Situation halten wir die Neuwahl des AStA für den richtigen Weg. Wir kritisieren jedoch das Zustandekommen ebendieser Situation sowie die Grundlage, auf der diese Neuwahlen basieren.
Die Hochschulgruppe der linken & radikaldemokratischen StudentInnen (LiRa) ist überrascht über das Vorhaben der Listen Veritas, RCDS und der unabhängigen StuPa-Mitglieder, Gespräche über die Bildung eines von allen Listen getragenen AStA zu führen.
Diskussionen im öffentlichen wie parlamentarischen Raum sind jedoch für uns als LiRa unabdingbares Element unserer politischen Tätigkeit.
Auch räumen wir unseren politischen GegnerInnen die Fähigkeit ein, Fehler einzugestehen, sich von reaktionären Positionen zu distanzieren und damit eine Trendwende im eigenen Politikverständnis einzuläuten.
Entsprechend sind wir bereit, ergebnisoffene Gespräche auch mit jenen zu führen, die unseren Positionen nicht oder nur in Teilen zustimmen, oder bisher nicht die Möglichkeit hatten, diese Positionen einzunehmen.
Für den gestrigen Montag, den 18. Dezember 2006, wurde auf Antrag von Veritas und dem CDU-nahen RCDS eine StuPa-Dringlichkeitssitzung einberufen. Einziger Tagesordnungspunkt war die Neuwahl des AStA.
Zum Anlaß dafür nahm die Opposition den Zwischenbericht eines Untersuchungsausschusses zur Personalpolitik des AStA vom 13. Dezember 2006. Mit ihm soll(te) festgestellt werden, ob der AStA ihm nahe stehende Personen bei der Besetzung freier Stellen zur Vorteilnahme verhalf. Der Zwischenbericht, der unter Ausschluß der Öffentlichkeit verhandelt wurde, konnte jedoch keine formalen Verfehlungen feststellen, noch wurde seit Amtsantritt des aktuellen AStA neues Personal eingestellt.
Am 30. August wurde im Rahmen der 2. Sitzung des Studierendenparlament 06/07 (StuPa) der neue AStA gewählt. Da die AStA-Koalition mit den Listen “Bündnis für freie Bildung”, “LiRa Wuppertal”, “Wir können nach den Sternen greifen” und “Die Unabhängigen” auf lediglich 10 von 21 StuPa-Sitzen zurückgreifen kann, für die Wahl des AStA aber mindestens 11 Ja-Stimmen notwendig sind, handelt es sich um einen tollerierten Minderheiten-AStA.
Bedingung für die Koalition war und ist, “sich weiterhin für ein Menschenrecht auf Bildung, für die Studiengebührenfreiheit an Hochschulen und für die Stärkung der Selbstverwaltung der Hochschulen durch demokratische Mitbestimmung ihrer Mitglieder ein[zusetzen]. Jedes Mitglied im AStA wirkt nach besten Können und Gewissen daran mit[...].”