Internationaler Gedenktag zur Liquidation des “Zigeunerlagers” Auschwitz
Am gestrigen 2. August war der International Remembrance Day of Roma Victims of the Pharraimos (Holocaust). An diesem Tag wird jährlich den etwa 500.000 Sinti und Roma gedacht, die im Nationalsozialismus ermordet wurden. 73 Jahre nach dem nationalsozialiustischen Runderlass zur “Bekämpfung der Zigeunerplage” und 65 Jahre nach der Vernichtung von ca. 6000 Sinti und Roma in Auschwitz Birkenaus sind diese Verbrechen in Deutschland noch weitestgehend unbekannt. Vorurteile und Vertreibung von Roma in Europa sind an der Tagesordnung. Deshalb ist dieser Gedanktag ein Zeichen gegen das Vergessen und gegen den Antiziganismus von heute.
In der Nacht vom 02. auf den 03. August 1944 wurden in Auschwitz Birkenau Tausende Roma und Sinti – hauptsächlich Frauen und Kinder – vergast. Überlebende jüdische Zeitzeugen berichteten, dass die Krematorien die ganze Nacht brannten. Ein überlebender Jude erzählte: “Die Frauen kämpften um das Leben ihrer Kinder, mehrere SS-Wachen wurden verletzt.” Es war auch ein Tag des Aufstandes, der leider in den Gaskammern und Krematorien endete. Am 03. August war Auschwitz “zigeunerfrei”. Während des Nationalsozialismus wurden etwa 500.000 Sinti und Roma umgebracht. Sinti und Roma kämpfen seither um die Anerkennung dieser Verbrechen, was in unserer postfaschistischen Gesellschaft leider alles andere als selbstverständlich ist. Antiziganismus lebt bis heute in Deutschland und Europa fort.
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