smash homophopia: u-club dichtmachen!
In dieser findet erneut ein offen homophober Musiker eine Bühne in Wuppertal: Der Reaggae-Künstler Sizzla gibt im Rahmen der aktuellen Deutschland-Tournee am 28.11. ein Konzert und am 25.11. ein Zusatzkonzert im U-Club. Sizzla nutzt seine Musik für Hasstexte gegen Lesben und Schwule und spricht ihnen dabei nicht nur ihre Existenzbereichtigung ab, sondern ruft offen zu Gewalt und Mord auf. Unter anderen auch diesen Aufrufen folgend gab es laut amnesty international zwischen 1997 und 2007 in Jamaika mindestens 30 Morde aus homophoben Motiven. Die Musik von Sizzla, Elephant man, T.O.K., Capleton und Beenie Man tragen zu einem Klima der Gewalt bei, das nicht länger hingenommen werden kann. Daher rufen wir zu einer möglichst großen Beteilungung bei der Gegendemo am 28.11. ab 19Uhr vor dem U-Club auf. Weitere Informationen gibt es u.a. auf www.uclubdichtmachen.blogsport.de.

Das StuPa hat auf seiner 6. ordentlichen Sitzung am 19.11. auf Antrag von lira dazu einstimmig eine Resolution verabschiedet.
Am 17.11. gab es einen offenen Brief der Grünen Jugend an die Betreiber des U-Clubs, Rudorff und Schmalenbach, den wir im Folgenden dokumentieren. Der U-Club hat schon mehrere Male durch die stillschweigende Akzeptanz von homophober Hassmusik auf sich aufmerksam gemacht, was nun die Frage einer Schließung auf die Tagesordnung bringt.
“Sehr geehrter Herr Rudorff,
sehr geehrter Herr Schmalenbach,
für Samstag, den 28. November 2009 ist in Ihrem Haus „U-Club“ ein Konzert von Sizzla Kalonji angekündigt. Wie Sie sicherlich wissen, hat Sizzla in der Vergangenheit wiederholt zu Gewalt und Mord an homosexuellen Menschen in seinen Texten aufgerufen. In dem Lied „Pump up” ruft Sizzla offen dazu auf, schwule Männer zu verbrennen oder zu erschießen. Auch in mindestens 19 anderen Songs ruft er zu Mord an homosexuellen Menschen auf.
Trotz einer von Sizzla unterschriebenen Erklärung in 2007, nach der er „das Recht von Menschen, ohne Gewalt zu leben, respektiert und aufrechterhält, egal welcher Religion, sexuellen Ausrichtung, Rasse, ethnischer Herkunft oder welchem Geschlechts sie angehören”, hat er sich kurze Zeit später über diese Vereinbarung lustig gemacht und mit weiteren Morddrohungen reagiert. So heißt es im Lied „Nah Apologize”: „Ein Rastamann entschuldigt sich nicht bei Schwuchteln, wenn ihr schwarze Menschen disst, werde ich auf euch mit meiner Waffe schießen.”
Die Hamburger „Fabrik” hat das für den 30. November geplante Konzert des Schwulenhassers Sizzla bereits abgesagt. Auch die Münchener Polizei und das Stadtjugendamt sind über den am 27. November in München geplanten Auftritt informiert und prüften derzeit weitere Schritte.
Der Aufruf zu Gewalt ist in Deutschland strafbar. Sofern der Auftritt stattfindet und die besagten Songs zur Aufführung gebracht werden, machen Sie sich als Veranstalter ebenfalls strafbar.
Wir bitten Sie, das geplante Konzert von Sizzla abzusagen. Dies ist auch im Interesse der allermeisten Reggae-Fans, die sich mit Gewalt- und Mordaufrufen an Minderheiten nicht identifizieren können und wollen.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Marcus Kilian
Vorstandsmitglied von Bündnis 90 / Die Grünen Wuppertal”
In Berlin findet am 26.11. ein Sizzla-Konzert statt, wogegen sich auch dort der Widerstand formiert. In Hamburg wurde das geplante Konzert abgesagt und in München laufen Prüfungen in diese Richtung. Immerhin ist der Aufruf zu Gewalttaten in Deutschland strafbar.
Hier gibts weitere Hintergrundinfos zu Sizzla
http://smashhomophobia.blogsport.de/links/
http://www.reitschule.ch/reitschule/stopmurdermusic/killerqueens/sizzla.html
http://www.stopmurdermusic-zh.ch/killers.html
http://www.stopmurdermusic-zh.ch/compassionateact.html











November 25th, 2009 at 8:13 am
Zu diesem Thema gibt es auch eine WZ-Umfrage, an der ihr euch beteiligen könnt:
http://www.wz-wuppertal.de/?redid=207228&poll_id=4099
November 25th, 2009 at 8:16 am
Auf der AStA-Homepage gibt es ebenfalls einen Artikel dazu: “Keine Bühne für Homophobie!”
http://www.asta.uni-wuppertal.de/index.php?option=com_content&task=view&id=379&Itemid=125
November 25th, 2009 at 1:54 pm
[...] Pressespiegel zum Sizzla-Konzert By hassmusikbeimediamarkt LINKE gegen Sizzla-Konzert Kein Sizzla-Konzert in Berlin DIE LINKE.queer Berlin ruft auf zur Demonstration Tod den Perversen und Schwuchteln LSVD: Keine Auftritte von Sizzla Kalonji auf deutschen Bühnen Protest gegen und Extra-Konzert für Hass-Sänger Sizzla Sizzla: Szene fordert Konzert-Absagen Kesselhaus Berlin spielt auf Zeit Volker Beck fordert Einreiseverbot für Sizzla Einreiseverbot für Hass-Sänger Sizzla gefordert Sizzla-Konzi Berlin: Keine Bühne für homophobe Mord-Propaganda! Ausschuss fordert Absage des Sizzla-Konzerts JuLis Wuppertal empört über Auftritt Sizzlas Indymedia: Verhindern wir das Konzert von Sizzla Keine Bühne für Homophobie Gemeinsam gegen Homophobie Sizzla im U-Club Wuppertal Smash Homophobia – U-Club dichtmachen [...]
Januar 7th, 2010 at 10:05 pm
hey, in eurem link zur uclubdichtmachen-seite ist ein tippfehler. es wäre cool, wenn ihr das reparieren könntet, weil die kampagne ja auch nach sizzla noch weitergeht.